Tatorte und Polizeirufe heute (1.654)

oder überhaupt Krimis: ich habe gerade den Polizeiruf aus Magdeburg Nr. 362 “Dünnes Eis” geschaut: Naja, nicht schlecht, aber immer kaputte Typen oder Verhältnisse oder wie hier Lügen und Psycho-Störungen – ich sehne mich nach den Krimis wie damals von Düsseldorf (Flemming/Koch), Essen (Haferkamp) oder Frankfurt (Brinkmann) und Dresden (Ehrlicher/ Kain), ok, das waren Tatorte, aber kann man keine “normalen” Krimis mehr produzieren? Und fast nur noch entweder “kaputte” Ermittler oder zerrüttete private Verhältnisse, früher wurde das Private außen vorgelassen!
Ich denke, die “Macher” meinen, immer etwas besonderes bieten zu müssen, und das ist dann Schrott, weil an der Realität vorbei, dröhnen dis sich alle voll oder wie?
Ein guter Krimi muss nicht kompliziert sein, eine Ermittlerin muss sich keinen Callboy kaufen (Berlin) oder schwul sein, sondern ganz normale Menschen, und das private geht niemanden etwas an! Tut auch nichts zum Fall! Aber muss heutzutage wohl Lücken füllen oder wie?
Im Moment drehen eh alle durch, Ritter sind plötzlich unrasiert und eigentlich Römer oder slawische Reiter, Historie spielt wohl keine Rolle mehr! Und auch Schwarze waren Ritter und Edelleute – zu DER Zeit! Typisch Amerikaner, dass gab es nicht! Und zu Rittern gehörte immer ein Kodex, wenn man solche Filme produziert, sollte man sich an Fakten halten und Überlieferungen und nicht alles über Bord werfen und meinen, das sei cool!
Menno
Diethelm