Ende einer (Fern-)Beziehung – 300 km

Nach langem Überlegen und einmal drüber schlafen (hab ich von der Bundeswehr) habe ich heute telefonisch mit meiner Fernbeziehung Schluß gemacht. Normal wäre sie jetzt am Sonntag das zweite Mal zu Besuch gekommen (wir hätten uns, wie beim ersten Mal, auf halbem Wege getroffen, ihre Schwester hätte sie gefahren, aber das wollte ich uns beiden nicht antun, denn es wäre nur Schauspiel gewesen.
Das größte Problem war, dass sie depressiv war, vor längerer Zeit im Kaufrausch war, jetzt noch Schulden abtragen muss und keine Einkünfte mehr hat. Sie hat sogar auf ihren Anteil am Haus verzichtet und war von ihrer Schwester nur “geduldet”, hatte alle Zeugnisse und Urkunden vernichtet, ich hatte dann erreicht, dass sie sich wieder beim Arbeitsamt meldete, musste alles neu machen, weil auch Bewerbung und Lebenslauf weg waren (ich habe sowas im PC gespeichert.
Wir gaben uns gegenseitig unser fb-PW, aber sie kontrollierte mich öfter, rief auch tel. “hinter mir her”, wenn ich ihrer Meinung nach zu lange bei meinem Griechen war, schaltete sogar eine Bekannte ein, dann die dauernden Stimmungs-Schwankungen, die dann wieder Fress-Attacken auslösten (ich wiege knapp 80 kg und halte mein Gewicht, sie aber mindestens 100 kg!
Da habe ich für mich gestern entschlossen, mir das nicht mehr anzutun, wenn ich anrief, bellten immer drei Hunde und wollten nicht aufhören! Sie brüllte dann mit denen, aber ihre Schwester, wenn sie da war, auch.
Eigentlich hatten wir vor, dass sie zu mir zog, aber da kam so viel negatives zusammen,. und gestern neinte sie, wie meine Ex-Frauen das mit mir ausgehalten hätten, dass ich so laut würde – da war ich das ja bis auf Ausnahmen nicht, aber wenn ich provoziert werde…
Kurzum, ich hatte ihr wohl zu viel anvertraut (sie mir aber auch), weil ich froh war, jemanden zum Reden zu haben, und eine zeitlang waren wir auch seelenverwandt!
Aber wie sagt man: lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, inzwischen war meine rosarote Brille weg!
Diethelm